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Test - Logitech Wireless Guitar Controller : Harte Ware für harte Rocker

  • X360
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Guitar Hero und Rock Band erfreuen sich weiterhin großer Popularität. Doch so gut beide Spielserien auch sein mögen, an der Hardware haben EA und Activision gespart. Plastik ist Trumpf und sowohl in der Redaktion als auch daheim stapeln sich mittlerweile die defekten Gitarren und Drumkits. Controller-Spezialist Logitech will dem entgegenwirken und bringt nach dem bereits erschienenen PS3-Gitarren-Controller nun die Variante für Xbox 360, die wir uns gleich mal für den Härtetest geschnappt haben.

Echte Fans der beiden großen Musikspielserien liebäugeln vermutlich schon eine ganze Weile mit dem Kauf eines Logitech-Bretts. Doch immerhin fallen satte 200 Euro an, um sich den Edel-Controller um den Hals zu hängen. Nicht gerade ein Pappenstiel, vor allem wenn man bedenkt, wie schnell bei den Original-Controllern von EA und Activision die Schwachstellen den Geist aufgeben. Namentlich sind das vor allem die stark mechanisch beanspruchten Teile, nämlich die Tasten auf dem Hals und natürlich die Anschlagwippe. Dass bei den Originalen nicht gerade hochwertige Teile verwendet werden, ist bei den Preisen kein Wunder.

Schon beim Auspacken der Logitech-Klampfe wird klar, dass hier andere Maßstäbe angelegt werden. Stabile Kartonage und dicke Luftpolsterfolie umhüllen das schwere Gerät. Mitgeliefert wird quasi alles, was nötig ist: fertig montierter Controller, Headset-Adapter, Batterien, Gurt und bebilderte Anleitung, mit der selbst ein debiles Groupie den Controller an den Start bringen kann. An Selbstvertrauen mangelt es Logitech übrigens nicht: zwei Jahre Garantie bietet der Hersteller.

Schon auf den ersten Blick macht die Verarbeitung was her. Der Korpus besteht aus Holz, ebenso wie der Hals. Wirbel und Jammerhaken sind wie die Bünde aus Metall gefertigt und erinnern sehr an echte Gitarrenteile. Für das Griffbrett wurde sogar edles Palisanderholz verwendet. Die orangefarbene Lackierung dürfte allerdings nicht jedermanns Sache sein. Wie Logitech ausgerechnet auf diese Farbe gekommen ist, bleibt ein Rätsel. Schwarz oder eine schicke Sunburst-Lackierung hätten mehr hergemacht. Der Lack wirkt dafür aber hochwertig und verkraftet einiges. Das Gewicht entspricht in etwa dem einer echten Gitarre und ist zunächst erst mal ungewohnt.

Die fünf Tasten auf dem Griffbrett sollen nach Angabe von Logitech nahezu geräuschfrei sein. Hier lehnt sich der Hersteller allerdings etwas zu weit aus dem Fenster. Vor allem bei schnellerem Spiel klappern die Tasten doch recht lautstark. Qualitativ gibt es daran aber ansonsten nichts auszusetzen. Die Druckpunkte sind gut spürbar und es genügt ein geringer Druck, um die Tasten präzise ansprechen zu lassen. Gut ist auch der Abstand zwischen den Tasten, der verhindert, dass bei schnellem Spiel aus Versehen zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Der Slide-Bereich auf dem Griffbrett ist ebenfalls gut verarbeitet, allerdings fehlt hier eine farbige Markierung der Flächen.

Die Anschlagwippe am Korpus lässt einem die Freudentränen in die Augen steigen, wenn man an die labbrigen Rock-Band-Wippen oder die quietschenden Guitar-Hero-Schalter denkt. Präziser Druckpunkt auch hier, zudem ist die Wippe so gut wie geräuschlos. Der Tremolohebel ist ebenfalls gut verarbeitet, aber etwas zu locker eingestellt und könnte aber etwas mehr Gegenfederung vertragen. Was bei der Gitarre der Tonabnehmer ist, fungiert hier als Back-Taste und zum Auslösen der Starpower in den Spielen, wobei natürlich der Bewegungssensor ebenfalls enthalten ist.

Von der Kompatibilität her gibt es keine Probleme. Die Taste zum Synchronisieren des drahtlosen Controllers befindet sich im Batteriefach, das erfreulicherweise nicht zugeschraubt ist, sondern einen Clip-Verschluss hat. Sowohl bei Guitar Hero, für welches der Controller von den Steuerungselementen her konzipiert ist, als auch bei Rock Band verrichtet die Klampfe klaglos und präzise ihren Dienst.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Die Verarbeitung der Logitech-Gitarre ist – abgesehen von den etwas zu laut klappernden Fret-Buttons – hervorragend, zudem reagieren die Steuerungselemente deutlich präziser als bei den EA- und Activision-Klampfen. Die Herstellergarantie von zwei Jahren ist ein weiteres Argument. Sicher, der Preis ist nicht ohne, aber wenn man bedenkt, wie viele Original-Controller man mit der Zeit ins Nirwana schickt, lohnt sich die Anschaffung mitunter durchaus. Vielspieler mit gut gepolsterter Brieftasche sollten dem Logitech-Controller daher auf jeden Fall Aufmerksamkeit schenken.

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