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Preview - Outriders : Frischer Wind im Shooter-Genre

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In einer fernen Zukunft ist die Erde zugrunde gegangen. Die verbliebenen Menschen fliehen mit Raumschiffen auf den weit entfernten Planeten Enoch, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Outrider genannte Soldaten sollen den Siedlern und Wissenschaftlern dabei helfen, die neue Welt zu erforschen. Doch natürlich kommt alles ganz anders ...

Eine plötzlich auftauchende Anomalie entfesselt einen mächtigen Sturm, der unseren selbsterstellten Outrider und viele andere Menschen erwischt. Während die meisten sterben, überleben wir die Katastrophe, wenn auch schwer verletzt. Daraufhin versetzt man uns in einen Kälteschlaf, der andauern soll, bis sich die Lage beruhigt hat.

Ganze 31 Jahre später erwachen wir in einer völlig veränderten Welt. Alles hat sich in eine Art postapokalyptische Einöde verwandelt, in der zwei Fraktionen seit langem erbittert um Ressourcen und Lebensraum kämpfen. Wir landen auf der vermeintlich guten Seite, die von der Frau angeführt wird, die uns damals eingefroren hatte.

Rein aus alter Freundschaft werden wir aber nicht in die Gruppe aufgenommen. Vielmehr hat uns die Anomalie besondere Kräfte verliehen, mit denen wir für eine Wende im Krieg sorgen sollen. Denn auch die Gegenseite verfügt über sogenannte Veränderte, die mit ihren besonderen Eigenschaften Angst und Schrecken verbreiten.

Welche Fähigkeiten unser Charakter besitzt, entscheidet die Wahl einer Klasse sehr früh im Spiel. Im Nahkampf sind Assassine und Verwüster stark: Während der Assassine die Zeit verlangsamen kann, setzt der Verwüster Mini-Erdbeben und Panzerung ein. Dagegen agiert der Pyromant mit seinen Feuerkräften eher aus der Mitteldistanz. Mit automatischen Geschützen und Granaten greift der Technomant schließlich aus der Ferne in den Kampf ein. Die Wahl der Klasse will gut überlegt sein, denn sie gilt für den Rest des Spiels. Wer umschwenken möchte, muss einen neuen Spielstand anlegen und von vorne beginnen.

Volle Offensive!

Anfänglich spielen wir Outriders noch wie Gears of War oder The Division: Wir nutzen die vielen Mauern und Wände als Deckung, visieren Gegner an und schießen. Das geht allerdings komplett daneben! Zum einen liegt es am unsauberen Verhalten unserer Figur, die manchmal in Deckung rutscht und manchmal nicht. Auch die Bewegung entlang der Wände und um Ecken herum fühlt sich ungenau an. Zum anderen rücken viele Feinde aggressiv vor und nehmen uns mit ihren Schusswaffen und Granaten auseinander, wenn wir an einer Stelle verharren. Das schreit nach einem anderen Ansatz, und der heißt Angriff!

Bei Outriders erhalten wir nämlich Energie zurück, wenn Gegner beschossen und erledigt werden. Also gehen wir als Verwüster konsequent nach vorne. Mit dem Sturmgewehr erledigen wir die ersten Angreifer aus mittlerer Distanz – trotz heftigem Beschuss bleiben wir fit. Noch effektiver ist es aber, den Einsatz von Waffen und Fähigkeiten zu verbinden. So schicken wir ein Mini-Erdbeben los, das eine Gruppe verletzt und betäubt. Gleich darauf aktivieren wir die Steinhaut, um kurz unverwundbar zu sein, teleportieren uns mit der dritten Fähigkeit zwischen die Feinde und lassen die Flinte sprechen. Die lässt Köpfe platzen und Körper zerfetzen – in Sachen Gewalt tritt Outriders ordentlich aufs Gas!

Als Belohnung gibt es Erfahrungspunkte, Stufenaufstiege, bessere Charakterwerte sowie weitere Fähigkeiten. Dazu finden sich ständig neue Waffen und Rüstungsteile aus unterschiedlichen Kategorien, die manch positiven Effekt auf unsere Kräfte haben. Mehrere wählbare Weltstufen bestimmen nicht nur den allgemeinen Schwierigkeitsgrad, sondern auch die Qualität besagter Gegenstände. So bekannt das ganze System aus anderen Spielen ist, so motivierend fällt es auch in Outriders aus. Zudem ist das Leveln und Looten in der Demo keine Zeitverschwendung, denn der Fortschritt kann in die Vollversion übernommen werden. Umso mehr lohnt es sich, die wenigen Haupt- und Nebenmissionen mehrfach zu spielen.

Besser im Team

Grundsätzlich lässt sich Outriders von Anfang bis Ende allein erleben. Doch bereits in der Demo deutet sich an, dass das schwierig werden könnte. Während es mit den auf Nahkampf ausgerichteten Klassen Assassine und Verwüster gut vorwärts geht, haben wir als Pyromant und Technomant durchaus Probleme. Ihre Fähigkeiten sind für die direkte Konfrontation mit mehreren Feinden zugleich nicht ausgelegt. In Verbindung mit dem hakeligen Deckungssystem und einem leicht unpräzisen Zielverhalten gehen wir darum häufig drauf.

Im Team mit zwei oder besser drei Mitspieler*innen sieht die Sache ganz anders aus, denn hier können alle Klassen ihre Stärken ausspielen. Der Assassine setzt eine Gruppe von Feinden mit seiner Kraft Verlangsamung fest. Das nutzt der nachrückende Technomant, um mit der Raketensalve alle auf einen Schlag zu erledigen. Derweil kümmert sich ein Verwüster oder Pyromant um Feinde, die von hinten oder der Seite angreifen. Da sich jede Fähigkeit nach ihrem Einsatz wieder aufladen muss, koordinieren wir unsere Aktionen und bleiben ständig in Bewegung. Die Deckungsmöglichkeiten nutzt unser Team nur, um nachzuladen und die Position der Gegner zu peilen. Ansonsten zählt allein die Offensive!

Outriders - Demo Release Trailer

Ab sofort könnt ihr euch die zuvor bereits angekündigte Demo zu Outriders herunterladen und loslegen.

Das gilt auch bei den starken Zwischengegnern und Bossen. Sie laden besondere Angriffe wie einen Feuersturm auf, der unsere Truppe innerhalb weniger Sekunden erledigen kann. Also müssen wir erneut nah ran und selbst eine Fähigkeit einsetzen: Damit können wir die Aktion des Feindes unterbrechen und ihn betäuben. Schlägt unser Team dann geballt zu, sind selbst anfangs taff wirkende Brocken rasch erledigt.

Schon wieder Live-Service?

Nicht nur spielerisch, auch technisch macht die Demo einen guten Eindruck. Das Crossplay, in unserem Fall zwischen PS5 und PC, klappt einwandfrei. Auf der PS5 läuft der Shooter mit einer 4K-Auflösung und festen 60 Bildern pro Sekunde ab. Beim PC reichen Komponenten aus dem mittleren Preissegment, um in einer 1080p-Auflösung mit 60 fps zu spielen.

Dass Outriders auf die Unreal-Engine setzt, macht der Grafikstil sofort deutlich: Die meisten Figuren haben dicke Oberarme, Stiernacken und ein breites Kreuz. Auch die Animationen erinnern in ihrer robusten Art an Marcus Fenix und seine Gears-of-War-Kollegen. Diese Parallelen setzen sich bei den Umgebungen fort. Auf das lebendige Waldgebiet zu Beginn folgen Brachland, Felsschluchten, Lagerhallen und Höhlen. Braun und Grau sind dabei die bestimmenden Farben – das passt zur eher düsteren Story, ist aber nicht sonderlich hübsch. Der Trailer am Ende der Demo deutet jedoch an, dass im Spielverlauf weitere Regionen und Gegner hinzukommen.

Verschiedene Gebiete, mehrere Schwierigkeitsgrade, massig Loot, ständiges Aufleveln – das alles klingt nach den üblichen Zutaten für ein Live-Service-Spiel. Doch das ist bei Outriders nicht der Fall. Entwickler People Can Fly setzt stattdessen auf eine klassische Kampagne mit Haupt- und Nebenmissionen, die nach rund 35 Stunden abgeschlossen sein soll. Über Erweiterungen werde man erst nachdenken, wenn der Titel erfolgreich ist und die Spielerschaft es wünscht. Derzeit liegt der Fokus laut dem Studio einzig und allein darauf, zur Veröffentlichung am 1. April ein komplettes Produkt abzuliefern.

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